Vereinsarbeit

PROJEKTBESCHREIBUNG: Musikprojekt der Jugendstationen mit unserem Musiktherapeuten und dem Tonstudio Lotte Lindenberg

STARS TO SHINE!

Mai 2018

Von der musikalischen Idee bis hin zur Produktion in einem professionellen Tonstudio

Musik-Projekt mit jugendlichen Patientinnen und Patienten der Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters, finanziert durch den „Frankfurter Verein zur Unterstützung psychisch kranker Kinder und Jugendlicher e.V.“

Ziel des Projektes ist es, jugendlichen Patientinnen und Patienten der Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters am Klinikum der Goethe Universität, Frankfurt am Main die Möglichkeit zu geben, ihre musikalischen Fähigkeiten und Interessen gemeinsam in einer Gruppe in einem mehrwöchigen Projekt soweit zu entwickeln, dass ein professionell gestaltetes Endprodukt (CD/ Video) entsteht.

Zielgruppe für das Projekt sind Patientinnen und Patienten der Jugendstationen und der Jugend-Tageskliniken, die sich während der ersten beiden Wochen der Sommerferien 2018 in Behandlung in der KJPPP befinden, sowie interessierte ehemalige Patientinnen und Patienten. Außer musikalischem Interesse, eigenen Ideen und der Lust sich musikalisch auszudrücken, müssen die Jugendlichen nichts mitbringen. Vorerfahrungen im Instrumentalspiel oder Gesang sind natürlich sehr willkommen.

In der ersten Phase werden eigene Songideen oder Ideen zu Cover-Versionen in Solo, Duo oder Band-Konstellationen arrangiert und einstudiert. Das Tonstudio LOTTE LINDENBERG in Frankfurt-Sachsenhausen steht dann ehrenamtlich ab dem 05.07. für professionelle Ton-Aufnahmen zur Verfügung.

Betreut werden die Jugendlichen dabei vom Musiktherapeuten der Klinik und Mitarbeitern des Pflege- und Erziehungsdienstes.

Als Abschluss des Projekts ist für Ende September 2018 eine öffentliche Präsentation der fertigen CD in den Räumen des Tonstudios LOTTE LINDENBERG geplant.


Neue Therapiematerialien für das Autismus-Therapie-und-Forschungszentrum

Mai 2018

Der Frankfurter Verein finanzierte neue Bücher und Therapiematerialien, unter anderem Puzzles, Regelspiele, Knete und Erzählwürfel für die Autismustherapie.


Foto-Wand-Story der Station 92-5

Mai 2018

Nach dem Umzug der Jugendtageskliniken von Haus 7 in Haus 54 im Mai 2017 kann es nun endlich mit der Wandgestaltung der Station der 92-5 losgehen. Nach der Themenabstimmung mit den Jugendlichen, der Besorgung verschiedener Materialen, Schwierigkeiten mit der Technik sowie Terminabstimmungen konnten die ersten Striche gezeichnet und die ersten Farben an die Wand gemalt werden.

An dieser Stelle möchten wir, die Station 92-5, uns für die finanzielle Unterstützung beim Verein bedanken!

Wir freuen uns, den Lesern regelmäßig neue Fotos über die Homepage zu zeigen, sodass alle Interessierten mitverfolgen können, wie sich unsere Station gestaltet.


Neuer Brennofen für die Ergotherapie in der Kinder- und Jugendpsychiatrie

Mai 2018

Die Ergotherapie in der Kinder- und Jugendpsychiatrie ist ein wichtiger Bestandteil der multimodalen Behandlung. Die Ergotherapie hat das Ziel, Menschen jeden Alters zu unterstützen, die in ihrer Handlungsfähigkeit eingeschränkt sind. Spezifische Aktivitäten, wie z.B. das Handwerken dienen dazu, die Handlungsfähigkeit im Alltag und die gesellschaftliche Teilhabe im Alltag  zu ermöglichen.

Der neue Brennofen der KJPPP

In den psychosozialen Behandlungsverfahren der Ergotherapie können in verschiedenen Behandlungsbereichen unterschiedliche Schwerpunkte der Therapie gesetzt werden, so können u.a. Interaktionsfähigkeit, Regelverhalten, Aktivierung, Selbstwert, Konzentration, Ausdauer oder auch die Grob- und Feinmotorik gefördert werden.

Ein Therapiemittel um diese Ziele zu erreichen, kann das Handwerk sein. Ton ist hierbei ein wichtiges Medium, da es sowohl in der kompetenzzentrierten Methode (Fokus auf Grundarbeitsfähigkeiten wie z.B. Konzentration, Handlungsplanung bei der Herstellung einer Vase), in der ausdruckszentrierten Methode (Fokus auf emotionale Ausdrucksfähigkeit z.B. ein Gefühl mit Ton zu formen) oder in der interaktionellen Methode (Fokus auf Gruppenprozess, z.B. gemeinsam ein Tier aus Ton herstellen) eingesetzt werden kann. Zudem haben die Patienten oft sehr viel Freude daran, Vasen, Windlichter, Schalen, Tiere oder Phantasieprodukte herzustellen.

Wir, die Ergotherapeuten der Kinder- und Jugendspsychiatrie und auch unsere Patienten möchten uns sehr herzlich für unseren neuen Brennofen bei unserem Verein bedanken! Ohne die Unterstützung des Vereins wäre es nicht mehr möglich, mit dem Medium Ton zu arbeiten.


Eine sinnvolle Woche in der KJPPP (August 2017)

Tag 1 – Riechen:

Nach mehrwöchiger, intensiver, kurz vor Beginn der Projektwoche, immer hektischer werdender, Vorbereitungszeit startete in der vorletzten Ferienwoche nun endlich die Projektwoche zum Thema „Die 5 Sinne“. Wir waren alle gespannt, ob unser ausgeklügelter Zeitplan und die festgelegte Struktur so aufgeht, wie wir uns das vorgestellt haben. Wir hatten jeder Station der KJPPP einen zeitlichen Rahmen gegeben, innerhalb dessen wurden 3 verschiedene Stationen angeboten, in denen die Kinder und Jugendlichen ihre Sinne schärfen und erforschen konnten. Betreut wurden die einzelnen Stationen von jeweils 2-3 Fachtherapeuten.
Das Thema Riechen haben wir uns für den ersten Tag ausgesucht, da es ein leicht zugänglicher Sinn ist. Folgende Stationen galt es zu durchlaufen:
Theorie zum Sinn (Wie funktioniert das Riechen?), ein Dufträtsel und eine Phantasiereise zum Thema Düfte.
Im theoretischen Teil hatten die Teilnehmer die Aufgabe, verschiedene Rätsel zu lösen, die sich inhaltlich um das Riechen und die Bestandteile der Nase drehten. Zudem wurde erarbeitet, wie der Riechvorgang überhaupt funktioniert.

Beim Dufträtsel hatten die Jugendlichen die Aufgabe, aus einer Vielzahl an Düften herauszufinden, was sich in den Behältern befindet und richtig zuzuordnen. Dies gelang allen sehr gut, es blieben nur wenige Düfte unerkannt. Den Kindern wurde es etwas leichter gemacht – sie durften „Duft-Memory“ spielen, bei dem es darum ging, gleiche Düfte zu finden. Auch diese Aufgabe meisterten alle mit Erfolg. Vielen kamen bei den einzelnen Düften gleich Erinnerungen hoch, woher sie bspw. den Duft kennen, und was sie mit ihm verbinden.

Bei der gemütlichsten Station, der Phantasiereise, durften es sich dann alle auf Matten, mit Decken und Kissen gemütlich machen und der Geschichte lauschen. Es gelang allen, der Geschichte und dem Duft, um den es dabei ging, zu folgen.
Nachdem wir die letzte Gruppe des Tages verabschiedet hatten, reflektierten wir alle noch gemeinsam unseren Auftakt und stellten fest, dass dieser doch ziemlich gelungen war. Wir besprachen noch kurz den nächsten Tag, räumten alles auf und machten uns in den wohlverdienten Feierabend.

 

Tag 2 – Fühlen:

Ein wenig zerknautscht trafen wir uns alle am nächsten Morgen zur Lagebesprechung und Organisation des zweiten Projekttages. Ca. 50 beschriftete Namensschilder und ein kleines Frühstück später ging es schon wieder los: die erste Gruppe kam überpünktlich zum vereinbarten Treffpunkt und setzte uns damit nur minimal unter Druck, schnell noch die letzten Vorbereitungen zu treffen. Auch zum Thema Fühlen gab es wieder 3 Stationen: Theorie zum Sinn (wie funktioniert das Fühlen?), ein Barfußpfad und ein Fühlrätsel. Das Wetter verhieß nichts Gutes, dennoch verlegten wir den Barfußpfad wie geplant in den Garten der KJPPP, und die Fühlrätsel-Station suchte sich ein überdachtes Plätzchen.
Beim theoretischen Teil wurde es heute knifflig – Begriffe zum Thema Fühlen wurden mittels „stille Post“ erarbeitet. Allerdings nicht, wie man es kennt, indem sie reihum dem nächsten ins Ohr geflüstert wurden. Die Teilnehmer setzten sich voreinander in einer Reihe hin, dem letzten wurde ein Begriff vorgegeben, der dann auf dem Rücken des Vordermannes geschrieben werden musste, bis er zum ersten angekommen ist. So wurde erarbeitet, welche Bestandteile des Körpers benötigt werden, um verschiedene Qualitäten erfühlen zu können. Mit den jüngeren Teilnehmern wurde anhand von Igelbällen, Wärmflaschen und Coolpacks erarbeitet, wie ein Reiz über die Haut aufgenommen und verarbeitet wird.

Beim Barfußpfad galt es zunächst, Hemmungen zu überwinden und sich zu trauen, barfuß und mit geschlossenen/verbundenen Augen über die verschiedenen Materialien zu laufen. Einige Teilnehmer erwiesen sich als mutig und trauten sich durch den improvisierten Pfad. Vielen gelang es auf Anhieb zu erspüren, welche Materialien sich unter ihren Füßen befinden. Viele waren auch erstaunt, worauf sie kurz zuvor gelaufen sind, als sie sich den Pfad mit offenen Augen anschauten.

Am heikelsten wurde es bei der letzten Kiste, die Tapetenkleister enthielt und neben dem ungewohnten, glibberigen Gefühl auch noch für eine kleine Rutschpartie sorgte.

Beim Fühlrätsel musste noch einmal Fingerspitzengefühl bewiesen werden. In verschiedenen Boxen waren jeweils mehrere Gegenstände/Materialien versteckt. Es musste erraten werden, welche unterschiedlichen Dinge sich jeweils in einer der Boxen befindet. Für die meisten richtigen Antworten winkte noch eine kleine, süße Belohnung, die ebenfalls ein ganz besonderes Fühl-Erlebnis beim Verspeisen hervorruft.

Tag 3 – Sehen:

Der dritte Tag startete erneut mit einer kleinen Lagebesprechung, ca. 50 neuen Namensschildern und einer kleinen Stärkung, bevor die erste Gruppe erneut überpünktlich darauf wartete, dass es losging. Es warteten folgende Stationen: Theorie zum Sehen, optische Täuschungen und ein Parcours.
Der Parcours war natürlich nicht einfach ein gewöhnlicher Parcours, sondern hatte eine, nicht außer Acht zu lassende, Besonderheit: die Kinder und Jugendlichen setzten sich zu Beginn des Parcours jeweils verschiedene Brillen auf, die das Sehvermögen unterschiedlich einschränkten. Die Brillen waren bemalt und/oder beklebt und ließen damit zumindest ansatzweise nachempfinden, wie es sich anfühlt, ein eingeschränktes Sehvermögen zu haben. Mit diesen Brillen bestückt galt es dann, den Parcours zu durchlaufen. Dazu gehörte bspw. auf immer schmaler werdenden Balken zu balancieren, Pedalo zu fahren, Kisten zu stapeln und Bälle durch unterschiedlich hohe Reifen zu werfen. Wer den Parcours erfolgreich gemeistert hat, durfte auf der Slackline noch sein Gleichgewicht unter Beweis stellen.

In der Theoriestation wurde mit Hilfe von Rätseln und Zuordnungsaufgaben herausgefunden, wie der Sehvorgang eigentlich funktioniert. Dazu mussten erstmal die unterschiedlichen Bestandteile des Auges herausgefunden und an die richtige Stelle gebracht werden. Es wurde gemeinsam erarbeitet, welche Funktion der jeweilige Bestandteil hat, und an welcher Stelle im Sehvorgang er relevant ist.
Bei den optischen Täuschungen gab es viel zu entdecken. Kreisel und Kaleidoskope konnten getestet werden, bei den verschiedenen Wimmelbildern war genaues „hinschauen“ gefragt und bei den optischen Täuschungen wurde gerätselt, wie der Effekt zustande kommen könnte. Diese Station kam bei allen besonders gut an, weil es viel zum Ausprobieren und Entdecken gab. Da war die zur Verfügung stehende Zeit leider viel zu schnell vorbei.

 

Tag 4 – Hören:

Wieder Lagebesprechung, wieder ca. 50 Namensschilder und ein kleines Frühstück, bevor uns ein lauter, geräuschvoller Tag erwartete. Beim Hören gab es natürlich viel zum Selbstausprobieren, Krach machen und entdecken. Das dachte sich auch die erste Gruppe und wartete mit gewohnter Überpünktlichkeit darauf, dass wir endlich alles vorbereitet und die Räume eingerichtet haben. Folgendes stand auf dem Plan: die obligatorische Theorie-Station (wie funktioniert das Hören), ein Geräuscherätsel und eine Instrumentenexperimentierstation.
Beim theoretischen Teil erhielten alle ein kleines Puzzle, das – richtig gelöst – eine Abbildung des Ohres ergab. Anschließend wurde gemeinsam an einer großen Abbildung erarbeitet, welche Bestandteile das Ohr hat, wie der ankommende Ton das Ohr durchläuft, und schließlich im Gehirn verarbeitet wird. Alle machten motiviert mit und konnten das Puzzle, sowie die anschließende Zuordnung lösen.
Kniffliger wurde es beim Geräuscherätsel. Es galt herauszufinden, mit welchen Gegenständen ein bestimmtes Geräusch erzeugt wurde. Hinter einer improvisierten Wand waren die unterschiedlichsten Alltagsgegenstände zusammengestellt, jeder mit einer Nummer. Die Teilnehmer nannten eine Nummer, der Gegenstand wurde herausgesucht und dann durfte immer einer hinter der Wand mit dem Gegenstand ein Geräusch erzeugen – diejenigen, die vor der Wand saßen, mussten raten, worum es sich handelt. Durch diese Selbstbeteiligung wurde das Rätsel etwas aufgelockert. Viele Geräusche konnten problemlos erraten werden, wie z.B. das Anspitzen eines Stiftes, einen Tischtennisball auf dem Schläger aufschlagen, oder auch auf einer Tastatur schreiben. Manche Geräusche waren jedoch etwas schwieriger zu erraten, bspw. das Reiben einer Karotte oder das Öffnen/Schließen von Druckknöpfen.
Bei der Instrumentenexperimentierstation gab es verschiedene Instrumente aus dem Musiktherapieraum zu entdecken. Nach einer Achtsamkeitsübung mit verschiedenen Klängen wurde gemeinsam herausgearbeitet, wie Klang überhaupt entsteht. Dabei ging es auch darum zu erfahren, wie die Töne bei den jeweilige Instrumenten erzeugt werden, bspw. durch Zupfen an den Saiten oder Schlagen auf ein Fell. In Gruppenarbeit wurden dann die vorhandenen Instrumente nach Spielweise (schütteln, zupfen, blasen, streichen, schlagen) zugeordnet. Alle Teilnehmer hatten viel Freude daran, die unterschiedlichen und zum Teil auch eher unbekannten Instrumente auszuprobieren. Durch die große Vielfalt an Instrumenten gab es viel Abwechslung, und es war für jeden etwas dabei.

5. Tag – Schmecken:

Das Beste kommt zum Schluss, dachten wir uns und offensichtlich auch die stets hochgradig motivierte erste Gruppe, die bereits frühzeitig auf den Beginn des letzten Projekttages wartete. Am letzten Tag kannten wir dann doch alle Kinder und Jugendliche, und verzichteten auf neue Namensschilder. So blieb uns mehr Zeit, die unterschiedlichen Verkostungen vorzubereiten, was mit viel Schneiden und Anrichten verbunden war. Auch zum Schmecken gab es wieder 3 Stationen: eine Blindverkostung, das „Ecken-Schmecken“ und die Theoriestation.
Bei dieser hatten die Jugendlichen erneut ein schweres Rätsel zu lösen und arbeiteten eine Art Kreuzworträtsel durch, in welchem unterschiedliche Begrifflichkeiten zum Thema Schmecken vorkamen. Zur Hilfe konnten sie sich dabei verschiedene laminierte Karten nehmen, auf denen bspw. der Vorgang des Schmeckens beschrieben war. Auch mit den kleinen Teilnehmern wurde dieser Vorgang erarbeitet und sie durften zusätzlich einen kleinen Filmausschnitt schauen, in dem nochmal sehr anschaulich der Weg einer Speise durch den Körper gezeigt wurde.
Die Blindverkostung verlangte den Teilnehmern noch einmal etwas Mut ab – ihnen wurden auf einem Löffel ein Stückchen verschiedener Lebensmittel serviert, die sie (natürlich mit geschlossenen Augen) probieren und herausfinden sollten, was sie gerade probiert haben. Dabei ging es nicht nur darum zu benennen, worum es sich handelt, sondern auch zu beschreiben, welchen Geschmack das jeweilige Lebensmittel hat, und was es vielleicht für Besonderheiten hat. Es trauten sich alle, mitzumachen und waren überrascht, welchen Unterschied es beim Schmecken macht, wenn man vorher nicht weiß, was man isst oder trinkt.
Beim „Ecken-Schmecken“ gab es auch eine Art Blindverkostung, die jedoch noch etwas aufgepeppt und als Spiel gestaltet wurde. Ähnlich wie beim Ecken-Rechnen, was einigen aus der Schule bekannt war, treten 4 Teilnehmer gegeneinander an. Ihnen wurden in einem Becher jeweils mehrere, unterschiedliche Geschmacksproben serviert – bspw. ein Stück Radieschen, ein Stück Käse und eine Weintraube. Aufgabe war es, zu erraten, was man alles im Becher hatte – der schnellste darf eine Ecke weiterziehen. Gewonnen hat, wer zuerst an seiner Ausgangsecke wieder angekommen ist. Auch hierbei machten alle motiviert und ohne Scheu mit und es zeigte sich, dass es zum Teil gar nicht so einfach ist, verschiedene Kombinationen auseinanderzuhalten. Dennoch gab es in jeder Gruppe einen Sieger, der sich dann einen kleinen Preis zum Verspeisen aussuchen durfte.

5 aufregende Tage lagen hinter uns und wir waren zufrieden mit dem, was wir auf die Beine gestellt haben. Auch wenn wir im Laufe der Woche gemerkt haben, dass wir den ein oder anderen Ablauf nicht gut durchdacht haben, so haben wir doch allen Teilnehmern und auch uns selbst eine spannende, abwechslungsreiche Woche bereitet, von der jeder einzelne etwas mitnehmen konnte. Die Fachtherapeuten der KJPPP bedanken sich beim Frankfurter Verein zur Unterstützung psychisch kranker Kinder und Jugendlicher e.V. für Ihre Unterstützung, mit der wir dieses „sinnvolle“ Projekt umsetzen konnten!

Graffiti-Workshop der Station 93-1 (August 2017)

Zur Vorgeschichte: Im Mai 2017 unternahm die Jugendstation 93-1 der Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters im Rahmen ihrer wöchentlichen Gruppenaktivität einen Ausflug in die Frankfurter Naxoshalle, um sich eine Fotoausstellung zu Frankfurts „verlassenen Orten“ anzuschauen. Dabei machten die Jugendlichen und Mitarbeiter der Station die erste Bekanntschaft mit Stefan Mohr, dem Leiter des Jugendladens Bornheim. Bereits vor dieser Begegnung entstand unter Mitarbeitern der Station die Idee, die Wände des Stationsgartens und/oder –flures mittels Graffiti zu gestalten. Beim Besuch der Naxoshalle konnte mit Stefan Mohr vereinbart werden, den Jugendlichen der Station im Rahmen einer Ferienaktivität in den Sommerferien einen Graffiti-Workshop unter Anleitung professioneller und anerkannter Graffitikünstler anzubieten. Durch die finanzielle Unterstützung des Frankfurter Vereins zur Unterstützung psychisch kranker Kinder und Jugendlicher e.V. konnte diese Idee auch tatsächlich umgesetzt werden.

Im Juli war es dann soweit: die Jugendlichen und einige Mitarbeiter der Station machten sich auf den Weg in den Niddapark. Dort wird aktuell an einem Graffitiprojekt gearbeitet, bei dem die Pfeiler der Autobahnbrücke der A66 von verschiedenen Graffitikünstlern mit den unterschiedlichsten Motiven gestaltet werden. Organisiert und in Auftrag gegeben wurde das Projekt vom Grünflächenamt der Stadt Frankfurt.

Nachdem sich alle am Ort des Geschehens eingefunden hatten, wurden wir herzlich von Stefan Mohr und seinem Team empfangen. Der Graffitikünstler Balázs Vesszösi, kurz „Bo“ genannt, zeigte uns zunächst die Werke, welche bereits an den Pfeilern entstanden sind und erzählte deren Entstehungsgeschichte: von welchem Künstler das jeweilige Werk stammt, welches Thema es beinhaltet und wie es entstand ist.

 

Nach der Begehung und Betrachtung der verschiedenen Graffitis genehmigten sich alle eine kleine Stärkung, bevor es zum praktischen Teil überging.
Den Jugendlichen wurden zwei Holzwände zur Verfügung gestellt, die sie besprühen durften.

Es erfolgte zuerst ein Brainstorming, welches Motiv gestaltet werden soll. Nach einigen Überlegungen entschieden sich die Jugendlichen für den Schriftzug „KiJuPsy“, den Bo anschließend auf den Holzwänden vorzeichnete, um den Jugendlichen eine grobe Vorlage zu bietet.

Nach einer kurzen Einweisung zur richtigen Handhabung der Spraydosen und Anleitung zu verschiedenen Sprühtechniken durften die Jugendlichen dann endlich selbst ans Werk und die vorgesprühten Buchstaben ausfüllen.
Nachdem die erste Scheu überwunden war, trauten sich alle an die Wände und begannen, jeder für sich, einzelne Bereiche der Buchstaben auszufüllen. Dabei konnten alle nach und nach aus sich herauskommen.
Auf der Rückseite der Holzwände war zusätzlich eine freie Fläche, auf der sich die Jugendlichen, unabhängig von Vorgaben und Rahmen, selbst ausprobieren konnten.
Es dauerte nicht lange, da waren die Buchstaben bunt ausgefüllt mit den unterschiedlichsten Farben, Mustern und Formen. Jeder konnte dabei seiner Kreativität freien Lauf lassen und sich innerhalb des Gesamtbildes entfalten. Obwohl jeder für sich arbeitete, wurde aufeinander Rücksicht genommen und jeder respektierte die Gestaltung der anderen und bestärkten sich gegenseitig in ihrer Kreativität.

Entstanden ist ein farbenfrohes Gesamtwerk, auf das alle Jugendlichen am Ende stolz waren.

 

„Es war eine coole Aktion, ich wollte das schon immer mal ausprobieren. Ich habe mich sehr gefreut, ein eigenes Graffiti gestalten zu können.“,sagte Rose* nach dem Workshop. Auch Boris* war begeistert:
„Ich fand den Workshop cool, weil man etwas eigenes gestalten konnte, und trotzdem ein gemeinsames Ergebnis hatte. Mir hat auch gefallen, dass uns am Anfang etwas über das gesamte Graffiti-Projekt im Niddapark erzählt wurde.“

Auch Stefan Mohr und sein Team lobten die Jugendlichen, die sich alle sehr schnell zurechtgefunden haben und sich ausprobierten. Alle erhielten das Angebot, jederzeit in der Naxoshalle vorbeikommen zu können, und im Rahmen eines offenen Ateliers näher in das Thema Graffiti und Malen einzutauchen.

3 Stunden, viele Erfahrungen und zahlreiche Fotos später machten sich alle zufrieden auf den Rückweg.

Die Patienten und das Team der 93-1 bedanken sich ganz herzlich beim Verein zur Unterstützung von psychisch kranken Kindern und Jugendlichen e.V. für diesen tollen, spannenden und bunten Nachmittag!

 

Reitnachmittage im Reitclub von Nordheim in Frankfurt Oberrad für die Kids von Station 92-2

Die Patient/innen unserer Kinderstation 92-2 haben seit einigen Monaten regelmäßig ein ganz besonderes Erlebnis, wir gehen in diesem Jahr fünfmal „reiten“ bei Linda von Nordheim, die einen liebevoll und kompetent geführten Reitstall in Frankfurt Oberrad betreibt.
Diese Möglichkeit wird den Kindern im wesentlichen ermöglicht durch den Verein zur Unterstützung psychisch kranker Kinder und Jugendlicher e.V., wofür wir uns von Herzen im Namen der Kinder, aber auch im Namen aller Betreuer bedanken möchten.

Wie ein solcher Nachmittag für die Kinder abläuft, möchten wir Ihnen gerne erzählen. Angekommen im Stall, werden wir von Anna und drei Helfern freundlich begrüßt und schauen uns erst einmal in Ruhe um.
Drei Pferde – passend für alle „Kindergrößen“ – sind schon für uns ausgesucht und wir bekommen sorgfältig erklärt, wie wir uns in deren Nähe am besten und sichersten verhalten. Dann dürfen wir „unsere“ Tiere kennenlernen, berühren, streicheln, ihr Fell spüren und ihren Duft schnuppern.
Alle Pferde sind freundlich und neugierig, Anna zeigt, wie ein Pferd geputzt wird und wer sich traut, darf selbst eine Bürste nehmen. Dann gehen wir gemeinsam in die große, luftige Halle und die ersten Kinder dürfen von einer Aufstiegshilfe aus auf den Pferderücken und werden behutsam geführt, niemand muss Angst haben. Die Pferde sind ruhig und gelassen. Die Kinder strahlen, das Abwechseln fällt schwer, klappt aber immer prima. Schließlich verhält man sich in Gegenwart von Pferden ruhig und unaufgeregt.
Auch wer nur zuschauen mag, darf dies gerne tun, niemand wird gedrängt. Meist dauert es aber nicht lange und auch die ängstlichen Kinder haben einen Helm auf und stehen am Treppchen, um einmal das Gefühl zu erleben, von einem Pferd getragen zu werden.
Die zwei Stunden vergehen immer schnell, wir müssen uns verabschieden.
Bis zum nächsten Mal winken wir Anna und „unseren“ Pferden.
Danke für dieses wunderbare, wohltuende Erlebnis!

Tag der offenen Tür in der Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters

Mittwoch, 14.09.2015 15:00 Uhr – ca. 18:00 Uhr Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters, Deutschordenstraße 50, 60528 Frankfurt

Im Rahmen der Frankfurter Psychiatrie-Woche lädt Sie der Frankfurter Verein zu Unterstützung von psychisch kranken Kindern und Jugendlichen e.V. herzlich ein, an diesem Tag die Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters Frankfurt kennenzulernen. Es werden Führungen durch einige Stationen angeboten. Zusätzlich können Sie sich an einem Informationsstand mit Info-Flyern über die Arbeit des Vereins, die Arbeit der Klinik und die einzelnen Stationen informieren.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch und Ihr Interesse an unserer Arbeit!

Neue Mitglieder

Herr Korkmaz ist Dipl. Mathematiker und gelernter Hotelfachmann. Er lebt seit 22 Jahren in Deutschland und ist seit 15 Jahren selbstständig tätig. Frau Korkmaz ist gebürtige Frankfurterin und studierte Wirtschaftsjuristin. Familie Korkmaz hat eine Tochter.
Im Mai 2015 übernahmen sie das Bistro-Geschäft Käs’Petri und den bekannt und beliebten Zeitschriftenkiosk in der B-Ebene der Hauptwache.
Dort kommen sie jeden Tag mit zahlreichen Menschen in Kontakt, auch mit vielen Jugendlichen. Durch ihren kulturellen Hintergrund haben Kinder und Familie bei ihnen einen hohen Stellenwert, betont Frau Korkmaz. Das Ehepaar bemüht sich täglich, mit den Gedanken und Sorgen ihrer Kunden umzugehen, um sie auch emotional und nicht nur körperlich und intellektuell gut zu versorgen.
„Das hat uns beide dazu bewegt, uns sozial zu engagieren“, sagt Herr Korkmaz. Für das Ehepaar ist es wichtig, vor Ort, hier im Frankfurter-Raum, aktiv zu werden. Durch Recherchen im Internet seien sie dann auf den Frankfurter Verein zur Unterstützung von psychisch kranken Kindern und Jugendlichen e. V. aufmerksam geworden.
Familie Korkmaz sieht sich als Kontakt- und Verbindungsglied zwischen dem alltäglichen Treiben, den Sorgen und Nöten der Jugendlichen, welche sie von ihrem Arbeitsplatz aus beobachten können, und der Arbeit des Vereins sowie der Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters am Universitätsklinikum Frankfurt.

Der Verein begrüßt das Ehepaar Korkmaz aufs Herzlichste als neue und tatkräftige Mitglieder und bedankt sich für ihr bewundernswertes soziales Engagement.

Familie Korkmaz hat den Verein und damit psychisch kranke Kinder und Jugendliche bereits durch eine großzügige Spende von belegten Brötchen, Salaten und Kaltgetränken am Tag der offenen Tür im September 2015 in der KJP unterstützt.
Wir freuen uns weiterhin auf gute Zusammenarbeit!